Mir wurde von Microsoft ein Testgerät zur Verfügung gestellt. Es hört auf den Namen Envy X2 und ist aus dem Hause HP, die Eckdaten sind recht unspektakulär, jedoch hat dieses „Convertible“ einen besonderen Vorteil gegenüber anderen Tablets mit Windows 8 RT: auf diesem Gerät läuft nämlich Windows 8 in der 32 Bit Version. Das heißt, dass man darauf ganz normale Programme installieren kann (wie zum Beispiel Office 2013).

Warum ich genau dieses Programm erwähne, hat einen Grund: Das Gerät wird nämlich als Vorführgerät für Office 2013 geführt und ich werde mich deshalb nach einer kurzen Kritik am Gerät eben diesem widmen.

Hardware

Das größte Plus ist sicherlich einmal die Kompatibilität mit X86-Programmen (Standard-Software). Endlich kann man auch einen anderen Browser installieren und ist nicht mehr auf den Internet Explorer angewiesen (der mittlerweile wirklich aufgeholt hat). Zweites großes Plus ist die enorme Akkulaufzeit. Diese wird durch mehrere Faktoren erreicht: Erstens ist auch in der Tastatur ein Akku verbaut, das Display ist nicht sonderlich hell und es ist ein besonders stromsparender also auch schwacher Prozessor (Intel Atom) verbaut.

Ganz nebenbei erwähnt ist die Verarbeitungsqualität wirklich auf einem hohen Level und macht sogar den Macbooks Konkurrenz.

Cooler Look, angenehm große Tastatur – Envy X2

Leider gibt es aber auch ein paar negative Seiten und zwar das, bedingt durch die recht schwache CPU und Festplatte, das System manchmal hinkt – also sollte man sich keine allzu großen Wunder (leistungsmäßig) von diesem Gerät erwarten. Komischerweise friert das Gerät manchmal ein und es hilft nur noch ein Abwürgen des Geräts, zwar wurde schon ein BIOS-Update veröffentlicht – doch der Fehler tritt noch immer auf. Gerade bei diesem Gerät verspielt HP viele Sympathiepunkte, denn ein einfrierendes Gerät muss im Jahre 2013 wirklich nicht mehr sein.
Edit: Nach gut einem Monat ausgiebigen Testens (mit Upgrade auf die Windows 8.1 Preview) und zahlreichen Updates durch HP ist das System mittlerweile gut zu bedienen.

macht nicht nur im Zug eine gute Figur

Audiomäßig deklassiert es locker alle anderen Tablets und macht sogar normalen Laptops Konkurrenz. Zum Display kann man noch sagen, dass man sich damit vorwiegend im Innenbereich aufhalten sollte, denn was dieses Display spiegelt habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt.

Software:

Nun zum Office-Teil. Die Installation gestaltet sich sehr einfach: man tippt die Seriennummer auf einer Webseite ein und lädt danach die Installationsdatei herunter. Nach einer kurzen Installation kann man schon die Programme starten.

Die mir vorliegende Version hört auf den Namen Office 365 Home Premium und beinhaltet Word, Excel, Powerpoint, Access, Publisher, Outlook, OneNote in den jeweils aktuellen Versionen. Zusätzlich zu den Programmen hat man auch pro Monat 60 Skype-Gesprächsminuten und 20GB zusätzlichen SkyDrive Speicherplatz.

Für mich hat Powerpoint die größten Neuerungen erhalten

Die Oberfläche wurde im Vergleich zur Vorgängerversion optisch leicht überarbeitet und man findet sich eigentlich sofort zurecht, wenn man an die Ribbon-Oberfläche gewöhnt ist. Mittlerweile ist Office 365 auch für Android & iOS verfügbar (bei Windows Phone ohnehin schon mitgeliefert).

Meiner Meinung nach sind die Neuerungen überschaubar und es wurden nur kleinere Sachen gefixt oder hinzugefügt. Was wirklich neu ist, ist das sogenannte Office in the Cloud Konzept. Unter office.com kann man online wie von Google Docs bekannt, die grundlegenden Office-Programme auch online benutzen. Der Funktionsumfang ist natürlich begrenzt, reicht jedoch vollkommen aus. Besonders cool ist das gleichzeitige Bearbeiten von Dokumenten mit anderen und der neue Präsentationsmodus in Powerpoint. Mit diesem kann man nämlich seine Präsentation per Link freigeben und Personen in aller Welt können dem Vortrag folgen, als wären sie im gleichen Raum.

Mit OneNote kann man super sein Zettelchaos beseitigen

Fazit:

Abschließend kann man sagen, dass diese Kombination sicherlich eine gelungene ist, denn im Uni-Betrieb erreicht man locker über 12 Stunden Laufzeit. Das Gerät ist super verarbeitet, hat großartige Lautsprecher und ist auf jeden Fall ein Hingucker. Das neue Office ist nicht wirklich aufregend wenn man einen Blick auf die Neuerungen wirft, jedoch versucht Microsoft im Cloud-Geschäft einzusteigen und diesen Einstieg kann man auf jeden Fall als Schritt nach vorne sehen. Ein Upgrade lohnt sich meiner Meinung nach nur von 2003 oder maximal 2007. Jedoch sind die Zusatzleistungen die man bekommt sehr cool.